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AG Pommerening

PD Dr. Andreas Pommerening-Röser

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Abschlussarbeiten

 

 

Projekte

 

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den lithotrophen Ammoniak oxidierenden Bakterien. Das Ziel unserer Forschungsarbeiten ist es, einen Beitrag zur Aufklärung der Bedeutung dieser Bakterien in ihren Lebensräumen zu liefern. Ammoniak oxidierende Bakterien besetzen im globalen Stickstoffkreislauf eine Schlüsselposition und sind damit für alle Ökosysteme von fundamentaler Bedeutung. Die Forschungsaktivitäten fokussieren dabei auf vier Teilaspekte:

 

Phylogenetische Klassifizierung und natürliche Diversität

Ein zentrales Ziel unserer Forschungsarbeiten ist es, ein umfassendes Bild über die natürliche Verwandtschaft der Ammoniak oxidierenden Bakterien zu entwickeln. Dieser Aspekt bildet die Arbeitsgrundlage für den praktischen Umgang mit dieser Bakteriengruppe. Mit Hilfe von vergleichenden Sequenzanalysen geeigneter Markermoleküle und DNA-DNA-Hybridisierungen wird ein phylogenetisches Grundgerüst erarbeitet, an dem sich alle anderen Arbeiten orientieren.

 

In situ Nachweis

Auf der Basis phylogenetischer Strukturen wird ein hierarchisches in situ-Nachweissystem entwickelt. Dieses soll sowohl einzelne Arten als auch unterschiedliche phylogenetische und funktionelle Gruppierungen erfassen. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen an Reinkulturen, an denen die abgeleiteten Oligonukleotidsequenzen für Primer oder Sonden unter Laborbedingungen getestet werden, bevor sie unter in situ-Bedingungen eingesetzt werden.

 

Ökophysiologie und Verbreitung

Hier werden Informationen aus in situ-Analysen und Ergebnisse aus Laboruntersuchungen zur Ökophysiologie an Reinkulturen zusammengeführt. Durch den Vergleich von Populationsstruktur und Biotopeigenschaften können dann Rückschlüsse auf evolutionsrelevante Prozesse gezogen werden.

 

Ökonomische Relevanz und Anwendungsaspekte

Bakterielle Populationen passen sich in ihren stoffwechselphysiologischen Strukturen in kürzester Zeit den jeweiligen Standortbedingungen an. Der ökologische Status eines Lebensraumes kann folglich durch die Erfassung der Populationsdynamik charakterisiert werden. Als spezifische Komponente der mikrobiellen Biozönose könnten dabei die lithotrophen Ammoniak oxidierenden Bakterien als Bioindikatoren eine wichtige Rolle spielen.